Kategorie-Archiv: News

Arbeitsreiches Seminar zur Ablesung und Abrechnung

Brancheneinsteiger qualifizieren sich

Vom 08. bis zum 09. März 2023 hatte die DEUMESS-Akademie zum Seminar „Ablesung und Abrechnung“ nach Schweinfurt geladen. Das Einstiegsseminar hatte zum Ziel die Ausbildungsqualität in den Mitgliedsunternehmen des Verbandes zu verbessern. Inhaltlich wird darin konkretes Wissen an Abrechnungsanfänger vermittelt. Zugleich werden die Inhalte diskutiert und trainiert.

Breites Themenspektrum
Insgesamt wurde an den zwei Seminartagen eine Vielzahl an Inhalten vermittelt. So ging es beispielsweise um gesetzliche und vertragliche Grundlagen der Heiz- und Betriebskostenabrechnung sowie um einen kurzen Überblick der Gerätetechnik. Im Anschluss spielte die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Ableseorganisation genauso eine Rolle wie die korrekte Abrechnung inklusive der verschiedenen Abrechnungsmodelle. Seinen Abschluss fand die Veranstaltung mit nützlichen Hinweisen zur Arbeit am Kunden und der Reklamationsbearbeitung.

Referent mit Expertise
Als zweite Generation in einem familiengeführten Messdienstunternehmen ist Franz Christange sprichwörtlich in der Messdienstbranche aufgewachsen und kann so viele Jahre Erfahrung in diesem Bereich einbringen. Mit seiner enormen Expertise stand er vielen Seminarteilnehmern mit Rat und Tat zur Seite.

Energieeffizienz durch Digitalisierung

Die Bundesregierung bringt ein neues Gebäudeenergiegesetz (GEG) auf den Weg. Der aktuelle, zurzeit intensiv diskutierte Entwurf sagt, dass neben Anlagen zur Erzeugung von Wärme, Kälte und Strom aus erneuerbaren Energien auch EFFIZIENZMASSNAHMEN in Gebäuden im überragenden öffentlichen Interesse liegen. Diesbezüglich hat im Februar 2023 ein Zusammenschluss von Verbänden einen offenen Brief zum Thema „Energiekosten sparen mit Digitalisierungs- und Qualitätsoffensive“ veröffentlicht.

Auch wir als DEUMESS unterstützen die Forderung von Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF), co2online gGmbH, Verbraucherzentrale Bundesverband und zahlreichen anderen Verbänden nach einer Digitalisierungs- und Qualitätsoffensive für den Gebäudesektor. Der Betrieb insbesondere von Heizungsanlagen bietet große Potenziale, Energieverbrauch, Kosten und CO2-Emissionen einfach und schnell zu senken. Die Basis dafür sind regelmäßig erhobene und analysierte Energiedaten. Erst sie schaffen den notwendigen Überblick über Optimierungspotenziale und helfen, die Haus- und Anlagentechnik dauerhaft wirklich effizient zu betreiben. Digitalisierung ist der Schlüssel zu mehr Energieeffizienz.

Verbaendebrief-Digitalisierungs-Qualitaetsoffensive.pdf (deneff.org)

Branchenprofis qualifizierten sich zu Multienergetischen Anlagen weiter

Branchenprofis qualifizierten sich vom 1. bis 2. März 2023 zu Anlagen mit regenerativem Energiemix in der DEUMESS-Akademie

Zwei Tage lang ging es in der DEUMESS-Akademie vom 1.3. bis zum 2.3. in Suhl um die Heizkostenabrechnung multienergetischer Anlagen. Dipl.-Ing. Jörg Schmid gab als Referent den Teilnehmern des Seminars einen umfassenden Einblick in diese Thematik.

Die Abrechnungsmitarbeiter der Messdienstunternehmen befassten sich mit der Problematik, dass die kostenmäßige Aufteilung der von den einzelnen Energieträgern erzeugten Wärmemengen auf die Bereiche Heizung und Warmwasser, wie sie die Heizkostenverordnung vorsieht, sich hierbei als nicht elementar erweist. Für die Abrechnung kommt erschwerend hinzu, dass derartige Anlagen in einer großen anlagentechnischen Vielfalt auftreten und darüber hinaus die vorliegende metrologische Ausstattung (Wärme-/Elektrozähler) häufig unzureichend ist. Die Mehrzahl dieser Anlagen muss abrechnungstechnisch individuell analysiert und damit relativ aufwändig behandelt werden. Anhand von praktischen Anlagenkonfigurationen wurde im Seminar die Kategorisierung der multienergetischen Anlagentypen erläutert und ausführlich die hierzu passenden Abrechnungsverfahren geübt.

DEUMESS fordert Informationskampagne und Bürokratieabbau bei HKVO

Seit mehr als einem Jahr ist die novellierte Heizkostenverordnung (HKVO) nun schon in Kraft. Immobilieneigentümer und Hausverwaltungen wenden die neuen Regelungen seither an. Doch wie es bei Gesetzen eben ist, empfiehlt sich eine beständige Evaluierung der praktischen Umsetzung. DEUMESS, der Verband mittelständischer Messdienstunternehmen, und das Beratungsunternehmen Synectis Consult GmbH hat sich dieser Aufgabe angenommen und in einer deutschlandweit durchgeführten Telefonumfrage 50 namhafte Akteure der Messdienstbranche und Wohnungswirtschaft detailliert zu den Erfahrungen bei der Umsetzung der HKVO befragt. Die Ergebnisse offenbaren einen Nachbesserungsbedarf von Seiten des Gesetzgebers. 

Durchgeführt wurden die telefonischen Experteninterviews durch das in der Messdienstbranche und in der Wohnungswirtschaft bekannte Marktforschungsunternehmen FONCONSULT. Mit einem teilstrukturierten Fragebogen wurden die für die Thematik zuständigen Mitarbeiter in den Unternehmen befragt. “Da das beauftragte Marktforschungsunternehmen über jahrelange Erfahrung in der Messdienstbranche verfügt, fanden die Gespräche in einem Zeitraum von drei Monaten auf Augenhöhe statt, was die Inhalte der Antworten konkret und belastbar macht”, sagt Hartmut Michels, Vorstand bei DEUMESS.

Die Auswertung der Interviews ergab ein geteiltes Echo der Branchenexperten zur novellierten Heizkostenverordnung. Demnach begrüßt eine große Mehrzahl der befragten Unternehmen die Umsetzung der Energieeffizienz-Richtlinie in der novellierten HKVO. Gibt sie doch gerade jetzt in dieser krisenbeladenen Zeit mit der monatlichen Verbrauchsinformation jedem Mieter durch die höhere Transparenz im Verbrauchsverhalten die Möglichkeit, das individuelle Verbrauchsverhalten anzupassen und so die Kosten beim Verbrauch von Heizenergie oder von Warmwasser nachhaltig zu senken.

An der Umsetzung bei der unterjährigen Verbrauchsinformation (uVi) wurde von den interviewten Unternehmen aber auch Kritik geäußert. Vor allem der Gesetzgeber wurde aufgefordert, an einigen Stellen nachzubessern und die zukünftige Umsetzung der HKVO deutlich zu vereinfachen. Denn zum Teil hat der Gesetzgeber den Marktakteuren sehr große bürokratische Hürden in den Weg gelegt, die es zu beseitigen gilt. 90 Prozent der befragten Unternehmen kritisierten den hohen Aufwand bei den unterjährigen Verbrauchsinformation (uVi). Bemängelt wurde insbesondere die Pflicht zum Papierversand der uVi.

Michels: “Statt die eigentlich angestrebten Vorteile der Digitalisierung zu nutzen, hat die Regierung die Möglichkeit zum postalischen Versand der Unterlagen im Gesetz verankert. Durch die verordnete Mitteilungspflicht an die Mieter drucken viele Messdienstunternehmen nun die Verbrauchsangaben auf Papier aus und versenden diese per Post. Damit wird das Ziel des Klimaschutzes geradezu konterkariert.” Außerdem verursache dieses Vorgehen einen erhöhten Mehraufwand für die Messdienstleister und somit auch höhere Kosten für die Mieter. 

Die befragten Unternehmen sprachen sich demnach dafür aus, die Mitteilungspflicht in eine Bereitstellungspflicht abzuändern. Denn eines zeigt die Umfrage deutlich: Der Zuspruch und das Verständnis der Mieter, die uVi digital abzurufen und gezielt zum Sparen zu nutzen, ist bislang noch gering. “Dass heißt, die HKVO braucht einen Bürokratieabbau und sollte durch eine staatlich begleitete Informationskampagne für den digitalen Abruf der Verbrauchswerte flankiert werden. Dafür braucht es eine einheitliche Lösung. Die Regierung sollte hierbei die Marktakteure nicht allein lassen”, so der Vorstand von DEUMESS.